Schloss Bellevue
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Schloss Bellevue
Blick vom Spreeweg auf den Ehrenhof von Schloss Bellevue
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Ehrenhof
Die Ehrenformation der Bundeswehr im Ehrenhof von Schloss Bellevue beim Empfang für Staatsgäste
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25. Mai 2011
Besuch des polnischen Staatspräsidenten Bronislaw Komorowski
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Die Eingangshalle von Schloss Bellevue verbindet Ehrenhof und Park miteinander und hat den Charakter eines ebenerdigen Saales – einer „sala terrana“. Dieser Eindruck wird durch den Bodenbelag aus Naturstein (Travertin) noch unterstrichen.
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25. Mai 2011
In der Eingangshalle werden Staatsgäste vom Bundespräsidenten begrüßt und tragen sich in das Gästebuch ein. Im Anschluss gehen sie auf die Terrasse, wo üblicherweise der Empfang mit militärischen Ehren stattfindet.
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Im Amtszimmer empfängt der Bundespräsident seine Gäste aus dem In- und Ausland zu Gesprächen. Im Rahmen eines Staatsbesuches werden hier Orden oder Geschenke ausgetauscht.
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Über der Sitzgruppe ist das Gemälde „Dresden vom linken Elbufer unterhalb der Augustbrücke“ von Bernardo Belletto, genannt Canaletto, zu sehen. Das Bild enstand von 1751 bis 1753 und ist eine Leihgabe der Gemäldegalerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlung Dresden.
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Die Ehrentafel anlässlich der Grundsteinlegung am 30. April 1785 (links zwischen den Türen) ist das älteste erhaltene Objekt im Schloss. Sie wurde erst 2005 während der Renovierungsarbeiten im Nordflügel wiederentdeckt. Durchquert man diagonal die Eingangshalle, kommt man direkt in die Galerie.
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Die Galerie verbindet die Eingangshalle mit dem Treppenhaus, das ins Obergeschoss führt. Hier finden Empfänge, Gespräche mit Ausschüssen und Institutionen sowie Pressekonferenzen statt.
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In das Treppenhaus im nördlichen Eckrisalit ist eine zweiläufige Treppe eingebaut, die die Bewegungsrichtung des Erdgeschosses umlenkt. Die Treppe ist, wie die Türen im Erdgeschoss, in Naturholz ausgeführt. Die Details der Brüstung orientieren sich stilistisch an den Gestaltungsmerkmalen der Treppen des Schlosses aus dem 18. Jahrhundert.
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Der Garten- und Damensalon und die angrenzenden Räume dienen als Gesprächssalons, Warteräume und Garderobe. Sie können bei Bedarf jedoch auch gemeinsam mit der Galerie für Empfänge, Konferenzen und Ausstellungen genutzt werden.
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Der Treppenabsatz im Obergeschoss zeigt das zweitälteste Einrichtungsstück in Schloss Bellevue: eine Amphore mit dem Bild von Friedrich Wilhelm III, König von Preußen, zu Pferde (1841, Kaiserliche Porzellanmanufaktur St. Petersburg). Dieses Staatsgeschenk des russischen Zaren Nikolaus I. bildet zusammen mit dem Reiterporträt des preußischen Königs im Treppenhaus und einem weiteren Bild, das das gleiche Motiv zeigt, ein Kunstensemble. Durch die rechte Tür geht es zum Salon I.
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Diese beiden Salons sind – aus Gründen des Denkmalschutzes – als einzige Räume des Schlosses bis heute so erhalten, wie sie bereits der erste Bundespräsident Theodor Heuss nutzte.
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Die Bilder in Salon II sind Werke von Theodor Werner aus den Jahren 1952 bis 1959. Die Tür links neben der Sitzgruppe weist den Weg in das Musikzimmer.
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Der Langhanssaal wurde 1791 von Carl Gotthard Langhans angelegt und als einziger Raum des Schlosses nach dem Krieg wieder in seiner ursprünglichen Form im klassizistischen Stil aufgebaut. Neben Empfängen, Preis- und Ordensverleihungen finden im Langhanssaal heute die Begrüßung und das Defilee beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten statt.
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Das Musikzimmer hat durch seine Schlichtheit und sparsame Ausstattung seine eigene Ausstrahlung. Es dient bei Empfängen und großen Veranstaltungen als Foyer für die Gäste, bevor sie zur Begrüßung gehen.
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Im Salon Luise bittet der Bundespräsident bei Staatsbanketten zum Defilee. Ebenso nutzt die Frau des Bundespräsidenten den Raum bei Staatsbesuchen für Gespräche mit dem Partner des Gastes. Der Salon ist nach Prinzessin Anna Elisabeth Luise von Brandenburg-Schwedt benannt, die 1755 im Alter von 17 Jahren Prinz August Ferdinand von Preußen heiratete. Den Salon Ferdinand betritt man durch die linke Tür.
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Salon Ferdinand wurde nach dem Bauherrn des Schlosses, Prinz August Ferdinand von Preußen (1730 - 1813) benannt. Er wird für kleinere Empfänge und Gespräche genutzt.
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Der Raum wird von dem großformatigen Gemälde "Gotische Klosterruine und Baumgruppen" (1809) von Karl Friedrich Schinkel, das ursprünglich für ein Berliner Wohnhaus gemalt wurde, geprägt. Der Raum wird als Foyer für den Großen Saal, aber auch für kleinere Empfänge, Gespräche und Essen genutzt.
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Der Große Saal ist der größte Raum des Schlosses. Er wird für Empfänge, Konzerte, Diskussionsrunden, Preis- und Ordensverleihungen genutzt. Hier finden die Staatsbankette statt. An den Wandflächen der beiden Stirnseiten des Saales hängen zwei große Farbraumkörper des Künstlers Gotthard Graubner mit dem Titel „Begegnungen“ (1988).
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Die beiden „Kissenbilder“ wurden vor Ort im Großen Saal geschaffen und stehen für Korrespondenz in Form und Farbe sowie Kommunikation über räumliche und andere Grenzen hinweg – ganz im Sinne des Bundespräsidenten.
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Auf Wiedersehen in Schloss Bellevue!
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Schloss Bellevue ist seit 1994 der erste Amtssitz des Bundespräsidenten. Nicht weit entfernt vom Deutschen Bundestag und vom Bundeskanzleramt steht das Schloss am Rande des Tiergartens. Es ist umgeben von einem weitläufigen Park, der an das Spreeufer grenzt. In direkter Nachbarschaft befindet sich die Siegessäule. Schon der erste Bundespräsident Theodor Heuss hat als Zeichen für das politische Ziel der Wiedervereinigung mit Schloss Bellevue einen Amtssitz an der Spree bezogen.
Das Schloss mit einem Haupt- und zwei Seitenflügeln wurde Ende des 18. Jahrhunderts in einem Übergangsstil zwischen Barock und Klassizismus gestaltet. Die Sandsteinfiguren auf dem Portalgiebel, die Jagd, Ackerbau und Fischzucht darstellen, erinnern an die einst ländliche Umgebung des Schlosses.
Seinen Namen „Bellevue“ verdankt das Schloss dem Ausblick in die umliegende Parklandschaft. Die Landschaftsarchitekten haben den Park des Schlosses fächerartig mit Aussichtspunkten – sogenannten „points de vue“ – nach Charlottenburg, in die Landschaft nach Südwesten und über die Spree gestaltet.
Die Standarte
Solange sich der Bundespräsident in Deutschland aufhält, ist die Standarte auf Schloss Bellevue gehisst. Eingeholt wird sie nur, wenn sich der Bundespräsident an seinem Bonner Amtssitz, der Villa Hammerschmidt, in einem Gästehaus in den Bundesländern oder auf einem Besuch im Ausland befindet. In diesen Fällen wird nach Verlassen des Berliner Stadtgebietes die Standarte eingeholt und beim Wiedereintreffen des Bundespräsidenten neu gesetzt.