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Das erste Amtsjahr im Zeitraffer


Christian Wulff wurde am 30. Juni 2010 von der Bundesversammlung zum zehnten Bundespräsidenten gewählt. Nach seiner Vereidigung vor dem Deutschen Bundestag am 2. Juli 2010 wurde er vor Schloss Bellevue mit militärischen Ehren begrüßt.

Drei Schwerpunkte hat sich Bundespräsident Christian Wulff für seine Amtszeit gesetzt: Zusammenhalt der Gesellschaft, Zukunft der Demokratie und Mut zum Wandel. Zu diesen Themenfeldern hat der Bundespräsident zahlreiche Gespräche geführt, zu Veranstaltungen eingeladen und Initiativen gestartet. Insgesamt hat Bundespräsident Wulff seit Amtsantritt etwa 300 Termine im In- und Ausland wahrgenommen. Dazu gehörten Staatsbesuche, Antrittsbesuche im Ausland, wie in den europäischen Hauptstädten und beim Europäischen Parlament in Straßburg, sowie die Antrittsbesuche in den Bundesländern. Eine chronologische Übersicht der Termine finden Sie im Terminkalender des Bundespräsidenten.

Bundespräsident Christian Wulff hat seine Antrittsbesuche in den Bundesländern für Reden vor mehreren Landesparlamenten genutzt. Weitere wichtige Reden hielt er nach seiner Wahl durch die Bundesversammlung und zum Amtsantritt nach der Vereidigung vor dem Deutschen Bundestag sowie am 3. Oktober 2010 beim Festakt „20 Jahre Deutsche Einheit“ in Bremen, vor der Großen Nationalversammlung der Türkei am 19. Oktober 2010 in Ankara und bei der Eröffnung des XIX. Deutschen Bankentages am 31. März 2011 in Berlin.

Bei seiner Reise nach Israel im November 2010 betonte der Bundespräsident die besondere, generationenübergreifende Beziehung Deutschlands zum Staate Israel. Teil seiner Delegation war eine Gruppe Jugendlicher, zu denen auch seine Tochter Annalena gehörte. Im Januar 2011 nahm Bundespräsident Wulff an der offiziellen Gedenkveranstaltung zum 66. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau in Polen teil, auf der ihn Überlebende des Holocausts begleiteten. Dabei hielt der Bundespräsident als erstes deutsches Staatsoberhaupt eine Rede in Auschwitz.

Viele in- und ausländische Gäste suchen das Gespräch mit dem Bundespräsidenten. Seit Amtsantritt hat er zahlreiche Repräsentanten anderer Länder, darunter vier Staatsbesuche, empfangen. Außerdem hat der Bundespräsident im ersten Amtsjahr Botschafterinnen und Botschafter akkreditiert und mit dem gesamten Diplomatischen Korps Informationsreisen nach Rheinland-Pfalz und Thüringen unternommen.

Zu vertraulichen Treffen kommen regelmäßig Mitglieder der Bundesregierung, Partei- und Fraktionsvorsitzende und die Alt-Bundespräsidenten ins Schloss Bellevue. Die Stärkung des Parlaments als Herz der Demokratie bringt der Bundespräsident durch regelmäßige Treffen mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Ausdruck. Zahlreiche Bundestagsausschüsse und -gremien waren bereits zu Gast in Schloss Bellevue.

Ein besonderes Anliegen ist dem Bundespräsidenten die Wertschätzung gesellschaftlicher und ehrenamtlicher Leistungen. So hat er zu seiner Weihnachtsansprache Ehrenamtliche ins Schloss Bellevue eingeladen und Bürgerinnen und Bürger bei Ordensverleihungen und Empfängen ausgezeichnet. Die Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements durch den Bundespräsidenten steht bei zahlreichen Veranstaltungen im Mittelpunkt. Um sich einen Eindruck von den Problemen und Sorgen zu verschaffen, hat Bundespräsident Wulff viele nicht-öffentliche Gespräche geführt, wie mit den Angehörigen der Opfer der Katastrophe bei der Loveparade 2010 in Duisburg oder mit Familien von Soldaten im Auslandseinsatz.

Auf vielen Terminen wird der Bundespräsident von seiner Frau Bettina begleitet und unterstützt, die sich in ihrem ehrenamtlichen Engagement der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie der Hilfestellung für Eltern widmet (Termine von Bettina Wulff).

Ein Jahr nach seiner Wahl hat Bundespräsident Christian Wulff vier verschiedenen Medien Interviews gegeben: der Wochenzeitung "Die Zeit", dem MDR-Hörfunk, der ARD/Das Erste und BILD.de.